Zugegeben, es klingt etwas merkwürdig, doch im Jahr 1983 ereignete sich etwas, dass es bei einer Oscar-Verleihung bislang noch nie gegeben hatte und dass es bislang auch kein zweites mal gab.
Ihr Name ist Linda Hunt, geboren 1945, eine Schauspielerin, die nicht unbedingt zur Weltelite zählt, deren Gesicht dennoch immer wieder in einigen bekannten Produktionen auftaucht.
Im Jahre 1983 war Linda Hunt in dem australischen Drama "Ein Jahr in der Hölle" des Regisseurs Peter Weir ("Truman Show") zu sehen, in dem Mel Gibson und Sigourney Weaver die Hauptrollen spielten. Ihre Rolle war die Nebenrolle des (männlichen) Fotografen Billy Kwan, für die sie den Oscar erhielt. Der Oscar wurde zwar in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" vergeben, dennoch ist Linda Hunt die bislang einzige Frau, die es schaffte einen Oscar für eine männliche Rolle zu bekommen.
Ihre Darstellung des Billy Kwan war derart überzeugend, dass sie gleich weitere, zahlreiche, nationale und internationale Nominierungen und Preise für diese Rolle erhielt.
In letzter Zeit sah man Linda Hunt überwiegend in Serien auftreten, so zum Beispiel in "Navy CIS", "Without a trace" und "The Unit". Einem breiteren Publikum dürfte sie aus den US-Filmen "Der Kindergarten-Cop" mit Arnold Schwarzenegger oder aber auch "Der Teufelin" mit Roseanne Barr bekannt sein.
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